Reittherapie
Wir bieten Reittherapie an
Dank der zertifizierten Ausbildung unserer Therapeutin Stephanie Brumann freuen wir uns, Ihnen qualifizierte Reittherapie anbieten zu können.
Wenn Sie Interesse haben, sprechen Sie uns gerne an! In einem persönlichen Gespräch klären wir gemeinsam, ob und wie eine Reittherapie bei uns für Sie oder Ihr Kind möglich ist.
Wirkungen der Reittherapie
Das therapeutische Reiten wirkt ganzheitlich – auf Körper, Geist und Seele.
Im Mittelpunkt steht die Bewegung des Pferdes, insbesondere im Schritt: Sie wird als sanfte, rhythmische Schwingung auf den Reiter oder die Reiterin übertragen.
Wie wirkt die Bewegung?
Die Gangart des Pferdes im Schritt überträgt einen sogenannten dreidimensionalen Schwingungsrhythmus:
vor und zurück
seitlich nach links und rechts
auf und ab
Dieser Bewegungsrhythmus entspricht dem natürlichen Gangbild eines gesunden Menschen.
Der Reiter passt sich diesen Bewegungen automatisch an – die Muskulatur, besonders im Becken- und Rumpfbereich, wird dabei ständig aktiviert: Spannung und Entspannung wechseln sich ab.
Pro Minute wirken 80 bis 120 Bewegungsimpulse auf den Körper ein. Diese können:
Verspannungen lösen,
Gelenke und Wirbelsäule mobilisieren,
den gesamten Bandapparat lockern.
Zudem strahlt das Pferd Wärme aus, die den Reiter körperlich wie emotional positiv beeinflusst:
Ein Gefühl von Geborgenheit und Getragenwerden entsteht – ähnlich wie im Mutterleib.
Für Menschen mit neurologischen Erkrankungen, Spastiken oder nach Unfällen kann so ein normales Gangbild simuliert und motorische Entwicklung gezielt gefördert werden.
Förderbereiche der Reittherapie
Die Wirkungen lassen sich in drei zentrale Bereiche einteilen:
🟠 Motorischer Bereich
Lockerung und Entkrampfung durch rhythmische Bewegung
Verbesserung von Gleichgewicht und Koordination
Förderung von Beweglichkeit und Geschicklichkeit
Einfühlen in die Pferdebewegung – bis hin zur Losgelassenheit
🔵 Emotional-kognitiver Bereich
Schulung der Wahrnehmung
Aufbau von Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl
Förderung von Konzentration und Reaktion
Entwicklung von Verantwortungsgefühl
Steigerung der Frustrationstoleranz
Überwindung von Ängsten
🟢 Sozialer Bereich
Anerkennen und Einhalten von Regeln
Wertschätzung eigener und fremder Leistungen
Eingliederung persönlicher Bedürfnisse in die Gruppe
Kompromissbereitschaft lernen
Hilfe geben und annehmen
Abbau aggressiver Verhaltensweisen
Aufbau von Vertrauen und Beziehung – zum Pferd, zur Bezugsperson und zur Gruppe
Was passiert in der Reittherapie?

In der Reittherapie wird das Pferd im Schritt geführt, während der Reiter oder die Reiterin auf dem Pferderücken sitzt – in der Regel auf einem weichen Pad und mit einem Haltegurt zur Sicherheit.
Wenn nötig, wird die Person zusätzlich vom Boden aus gesichert, damit sie stabil und sicher sitzt.
Während einer Therapieeinheit arbeiten wir gezielt an individuell vereinbarten Zielen – zum Beispiel an der Körperwahrnehmung, dem Gleichgewicht, der Muskelspannung oder auch am Selbstvertrauen.
Die therapeutischen Ziele werden im Vorfeld in einem persönlichen Gespräch gemeinsam abgestimmt – ganz individuell und angepasst an die Bedürfnisse jedes Einzelnen.
Reittherapie- offen für alle
Zur Reittherapie ist jeder willkommen – mit oder ohne Diagnose.
Denn die Arbeit mit dem Pferd bietet ein breites Spektrum an Fördermöglichkeiten, das sich individuell anpassen lässt.
Egal ob zur Unterstützung der körperlichen Entwicklung, zur Stärkung des Selbstvertrauens oder zur Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen – wer sich auf das Pferd einlässt, kann profitieren.
Und: Wer sich (noch) nicht traut, auf das Pferd zu steigen, kann auch vom Boden aus wertvolle Erfahrungen sammeln. Das gemeinsame Putzen, Führen und Beobachten stärkt die Beziehung und ermöglicht erste positive Schritte im eigenen Tempo.


